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Vlad Tepes



 
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Kyosho
Laberbacke



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Anmeldungsdatum: 10.07.2006
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BeitragVerfasst am: 12.08.2006, 09:17    Titel: Vlad Tepes Antworten mit Zitat

Vlad III. Drăculea



(Weitergeleitet von Vlad Tepes)

Vlad III. Draculea (nach dem Porträt in Schloss Ambras)
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Vlad III. Draculea (nach dem Porträt in Schloss Ambras)
Porträt eines unbekannten Künstlers
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Porträt eines unbekannten Künstlers

Vlad III. Draculea (* 7. Dezember 1431 in Sighişoara (deutsch: Schäßburg); † 1476), deutsch „kleiner Drache“, oder Teufel, auch Ţepeş (deutsch „der Pfähler“) war 1448, 1456–1462 und 1476 Herrscher der Walachei. Die sich um seine Person rankenden Legenden dienten als Vorlage für Bram Stokers Dracula.
Inhaltsverzeichnis




Einführung [Bearbeiten]

Als Sohn aus der Ehe zwischen Vlad II. Dracul und der Prinzessin Cneajna von Transylvanien wurde Vlad III. Draculea im Jahre 1431 in einem Haus in Schäßburg – heute Rumänien (damals zu Ungarn gehörend (Fürstentum Siebenbürgen), später Österreich-Ungarn) – geboren. Ein vermeintliches Geburtshaus, welches heute als Museum für mittelalterliche Waffen und „Dracula-Gaststätte“ dient, lässt sich in den Quellen nicht verifizieren. Heute ist Vlad Draculea weithin als Dracula bekannt geblieben – in Anlehnung an den Namen seines Vaters, der dem Drachenorden angehörte.

Die sagenumwobenen Blutsaugergeschichten, die das „Oberhaupt der Vampire“, Graf Dracula, mit Vlad Draculea in Zusammenhang bringen, gehören definitiv in das Reich der Hirngespinste und Fantasien. Vlad Draculea war ein typischer Herrscher seiner Zeit, in der es galt, sich als Kriegsherr Respekt zu verschaffen. Wenngleich viele seiner Taten aus heutiger Sicht als Greueltaten einzustufen sind, ist doch festzustellen, dass sie in der damaligen Zeit keineswegs ungewöhnlich waren.

Eine Reihe von Ortschaften werden immer wieder fälschlicherweise mit dem Namen des Fürsten in Verbindung gebracht. Ein Beispiel ist die Burg Bran (dt. Törzburg, ung. Törcsvar; Kreis Kronstadt (Braşov)). Historisch ist die Festung bis heute nicht als Heimat Draculeas nachweisbar. Der Name Vlad Draculea taucht in der wechselvollen Eigentümerliste nicht auf. Nur in einer Quelle wird erwähnt, dass der Fürst in der Burg Bran einmal übernachtet hat.

Auch gibt es immer wieder Berichte, dass im Grab Vlad Draculeas in Snagov keine Leiche zu finden sei – so auch nach einer Öffnung des Grabes im Jahre 1931. Bis heute ist jedoch nicht belegt, ob es sich tatsächlich um das Grab des walachischen Herrschers handelt. Allein die Aufzeichnungen eines rumänischen Mönches in der Chronik des Zacharias geben einen Anhaltspunkt: Danach soll Vlads Leichnam von einer Pilgergemeinschaft aus Snagov über Istanbul nach Bulgarien in ein Kloster mit dem Namen Sveti Georgi (Heiliger Georg) gebracht worden sein. Bislang konnte nicht einmal die Existenz dieses Klosters bewiesen werden.

Geschichtlich Belegbares [Bearbeiten]

1442 geriet Draculea mit seinem Vater Vlad II. Dracul in Geiselhaft (Kerker Egrigötz) unter dem osmanischen Sultan Murad II. Mit 14 war er gezwungen, dem Wärter zu Willen zu sein. Vater Vlad II. Dracul ließ, um sein Bündnis mit den Türken zu bekräftigen, die Brüder Vlad Draculea und Radu zurück. Die Türken gaben Draculea, mit der Nachricht über die Ermordung des älteren Bruders Mircea II., die Freiheit zurück. Auf Order der Ungarn (Iancu de Hunedoara) im Bojarischen Rat wurde der Bruder lebendig begraben.

1448 kämpfte der junge Draculea bereits um den Thron Walachiens und schaffte es tatsächlich, wenn auch nur für kurze Dauer, Vladislav II. zu stürzen. Er setzte den Kampf seines Vaters († 1447) fort. Statt aber die militärische Unterstützung zu nutzen, die die Bojaren anboten, rief Vlad Draculea die Bevölkerung auf, gegen die zu der Zeit einrückenden Türken zu kämpfen. Im Fürstlichen Rat beanspruchte er vorrangig die weniger bekannten Familienangehörigen der Bojaren mit niederen oder mittleren Rängen für sich. Betreffend innerpolitischer Ziele versuchte Draculea, die Korruption zu beseitigen und durch Tribute mehr Sicherheit der Straßen und der Waren zu gewährleisten. Seine politischen Maßnahmen waren der zentralen Autorität zuzuordnen, die Konflikte mit den Adligen unter den Bojaren auslösten.

Bei der dann im Jahre 1456 stattfindenden Übernahme der Walachei galt seine erste machtvolle Amtshandlung den Bojaren von Târgovişte, die seinem Vater gegenüber keine Loyalität bewiesen hatten. Einige von ihnen waren extrem gewalttätig geworden, als der Woiwode einige seiner Gegner umbrachte. 1458 zerschlägt Draculea ein türkisches Heer von 10.000 Mann. Er ließ die illoyalen bojarischen Adligen und Kleriker im Jahre 1459 festhalten; jene älteren Geschlechts ließ er pfählen und ihr Hab und Gut im Volk verteilen, die Übrigen wurden gezwungen, den weiten Weg (ca. 80 km) nach Poienari ohne Einhalt zu marschieren, um dort am Flusse Argeş eine Festung wiederzuerrichten.

Das Pfählen wurde bei Feinden und Kriminellen angewendet. Zur Abschreckung und Eingrenzung von Straftaten ließ man Gepfählte in der Stadt anprangern, damit jeder sehen konnte, was ihm drohte, sollte er stehlen, lügen oder gar töten. Überzeugt von der Wirksamkeit seiner Gesetzgebung, platzierte Vlad auf dem Marktplatz Târgoviştes eine goldene Schale. Diese Schale durfte von jedem benutzt werden, um den Durst zu stillen, musste aber auf dem Marktplatz bleiben. Entsprechend den vorhandenen historischen Quellen wurde diese Schale zu Vlads Herrschaftszeiten nie gestohlen. Verbrechen und Korruption waren weitgehend verschwunden; Handel, Kultur florierten, und viele Rumänen sahen Vlad Draculea zu ihrer Zeit als Helden an – für sein unerbittliches Beharren auf Ehrlichkeit und Ordnung.

Nachdem er seine interne Macht wieder gefestigt hatte, verweigerte der Fürst die Zahlung des Tributs wegen Nichterfüllung der Unterstützung. Diesen Tribut sollte er aufgrund eines im Jahre 1456 festgelegten Vertrages mit Ladislaus Postumus und den transylvanischen sächsischen Siedlungen zahlen, in dem die Unterzeichnenden Draculea im Kampf gegen die Türken Unterstützung zusicherten. Das Verweigern der Tributzahlung zog folgenschwere Konflikte mit sich, so dass es, wiederum mit Unterstützung der Ungarn, zur umgehenden Erhebung siebenbürgischer Städte kam. Auch verweigerte Draculea weitere Tributzahlungen gegenüber dem osmanischen Herrscher. Ab hier überschlagen sich die Ereignisse.

Draculea ließ die türkischen Gesandten aufspießen und begann seinen Feldzug gegen die Türken südlich der Donau (1462). Berühmten Mutes überfiel der Walache in einem nächtlichen Angriff das Lager des Sultans um ihn zu töten. Obgleich das Ziel des Angriffs verfehlt wurde, verursachte er Panik. Im Gegenzug griff eine Armee von 150.000 Mann unter Führung des Sultans Mehmed II., des Eroberers von Konstantinopel, die Walachei an. Sein anderes Ziel war Walachien in eine türkische Provinz umzuwandeln. Vlad war ohne Verbündete und war gezwungen seine eigenen Dörfer niederzubrennen; er vergiftete die Brunnen entlang des türkischen Kriegsweges, damit diese Armee nichts finden würde, was sie stärken könnte – weder Nahrung noch Wasser. Draculea zog sich zurück und wartete auf Hilfe des ungarischen Königs Matthias Corvinus.

Als der Sultan endlich völlig entkräftet die Hauptstadt erreichte, bot sich ihm ein grausamer Anblick: Hunderte von Pfählen hielten türkische Gefangene, die Vlad bisher gefangen nahm. Dieses Bild von hunderten Landsmännern demoralisierte die schon geschwächten Truppen noch mehr. Völlig erschöpft und niedergeschlagen, wurden sie auf Geheiß des Sultans zurückgezogen. (Dieses Ereignis muss so ergreifend gewesen sein, das selbst Victor Hugo in seiner Légende des Siècles daran erinnert.)

Trotz Rückzugs der Truppen war der Sultan angeregt, nun dem jüngeren Bruder Vlads, Radu, zum Throne Walachiens zu verhelfen. An der Spitze einer türkischen Armee, durch Verleumder Vlads gestützt, zog Radu der wieder errichteten Festung Poienari entgegen. Der Legende nach war dies der Zeitpunkt, an dem die erste Frau Draculeas den Gedanken an Selbstmord in die Tat umsetzte und sich von den Zinnen der Burg in den Abgrund stürzte, um vom Fluss verschlungen zu werden. Vlad III. Draculea entkam.

Wenig später geriet er durch Verleumdungen und mehrfachen Verrat unter Matthias Corvinus in Gefangenschaft auf Festung Visegrád. Diese Gefangenschaft wurde durch die Konvertierung Vlads zum Katholizismus und Heirat der Schwester des Königs wieder aufgehoben. Ein letztes Mal konnte sich Vlad Tepes den walachischen Thron, mit ungarischer Hilfe, für kurze Zeit zurückholen. Wurde aber ein paar Monate später, mit seiner Leibgarde (ca. 300 Mann stark, davon 100 Moldauer Soldaten) von Türken überrascht, und gefangengenommen, ein einziger moldauischer Soldat konnte entfliehen, die anderen wurden aufgespießt. Vlad Tepes wurde im Dezember des Jahres 1476 oder Anfang 1477 enthauptet, der Kopf wurde in Honig eingelegt und nach Konstantinopol verbracht. Sein Leichnam soll im Kloster von Snagov beigesetzt worden sein, allerdings war das Grab bei der Öffnung 1931 leer - d.h. der genaue Bestattungsort ist unbekannt.

Über die von ihm aufgestellten Handelsverordnungen waren Saxonen wie Verleumder Vlads gleichermaßen unglücklich und taten alles in ihrer Macht Stehende, um den Kriegsherren Vlad Draculea als Tyrannen zu diffamieren. Chroniken, die in verschiedenen Ländern geschrieben wurden, weisen noch heute darauf hin, dass er ein Mann seiner Zeit war. Den Beinamen Ţepeş [gespr. Zepesch] („der Pfähler“) erhielt er erst nach seinem Tod.
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Wer früher stirbt, ist länger Tod!!!
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