Kyosho Laberbacke

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.07.2006 Beiträge: 36 Wohnort: Coesfeld
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Verfasst am: 12.08.2006, 10:04 Titel: Eric Harris (Verfluchter) |
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Eric Harris / Schulmassaker von Littleton
Am 20. April 1999 stürmten die Schüler Eric Harris und Dylan Klebold die Columbine High School in Jefferson County, nahe Denver im US-Staat Colorado und ermordeten dort zwölf Schüler im Alter von 14 bis 18 Jahren und einen Lehrer. Schließlich nahmen sie sich selbst das Leben. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die beiden Schüler durch die Umzingelung der Schule an Plänen gehindert wurden, die Schießerei auf das weitere Umland auszuweiten.
Die Stadt Littleton wurde durch die Tat der beiden Schüler weltweit bekannt. Jedoch befindet sich die Columbine High School im Ort Jefferson County und nicht im benachbarten Littleton. Dieser Irrtum wird darauf zurückgeführt, dass das Schulgebäude im Postleitzahlenbereich von Littleton liegt.
Die Täter
Eric David Harris (* 9. April 1981) († 18 ) und Dylan Bennett Klebold (* 11. September 1981) († 17) waren sehr gute Schüler und kamen aus wohlhabenden Familien. An der Columbine High School existierte zu diesem Zeitpunkt ein System von Schülergruppen mit einer festen Rangordnung. Ganz oben stand eine Gruppe, deren Mitglieder, hauptsächlich angesehene Schulsportler, „Jocks“ genannt wurden und Baseballkappen trugen. Harris und Klebold gehörten selbst keiner dieser Gruppen an, waren jedoch mit einigen Mitgliedern der „Trenchcoat-Mafia“ befreundet. Deren Mitglieder trugen meist schwarze Kleidung und hörten Gothic-Musik. Die Trenchcoat-Mafia stand in der Rangordnung weit unten, und ihre Angehörigen wurden von den Jocks häufig schikaniert, ebenso Harris und Klebold. Ein Mitglied der Trenchcoat-Mafia beschrieb später das Leben an der Schule als „pure Hölle“. Die beiden entwickelten durch die fortwährende Demütigung einen Hass auf die gesamte Menschheit und insbesondere auf die Schule.
Bis auf einen Einbruch in ein Auto ein Jahr vor dem Massaker fielen die beiden Attentäter nie besonders auf, weder in der Schule noch in ihrer Freizeit. Niemand wusste von ihren Plänen und den Schießübungen im Wald. In ihren Zimmern hatten sie ein Waffenarsenal, bestehend aus Schrotgewehren, 9mm-Waffen und mehreren Dutzend Bomben. Auch Computerspiele spielten eine Rolle in ihrem Leben. Harris erklärtes Lieblingsspiel war Doom (Harris äußerte sich auf einer eigenen Videoaufzeichnung bezüglich des geplanten Amoklaufes mit "It’s going to be like fucking Doom"), einer der bekanntesten Ego-Shooter zur damaligen Zeit.
Wie Tagebücher und Videoaufnahmen der beiden Attentäter beweisen, war das Massaker keine Kurzschlusshandlung, sondern von langer Hand geplant. Harris und Klebold hassten die gesamte Menschheit und wollten sich rächen. Sie sahen zwischen sich und Adolf Hitler dahingehend Parallelen, dass Hitler die Juden vernichten wollte, sie wollten möglichst die gesamte Menschheit vernichten. Harris wörtlich: „Ich sage ‚Tötet die Menschheit’. Keiner sollte überleben.“ Sie wählten als Beginn ihres Angriffs die Columbine High School aus und wollten ursprünglich die Schießerei auf Nachbarshäuser ausdehnen. Sogar eine Flugzeugentführung zogen die beiden in Betracht (wobei dies wohl eher eine obskure Phantasie war). Dieses Vorhaben gaben sie jedoch kurz vor dem Attentat wieder auf. Ihr Plan sah vor, maximale Zerstörung anzurichten und so viele ihrer Mitschüler zu töten wie möglich. Harris und Klebold wollten berühmt werden. Sie wollten als „Idole der Außenseiter auf dieser Welt“ in die Geschichte eingehen. Vor ihrem Tod träumten sie davon, dass weltbekannte Regisseure wie Steven Spielberg oder Quentin Tarantino die Geschichte ihres Lebens verfilmen würden.
Es gibt Theorien, wonach das Datum des Anschlags, der 20. April 1999, nicht zufällig gewählt war, da an diesem Tag Hitlers 110. Geburtstag gewesen wäre. Dies ist jedoch eher unwahrscheinlich, da das Unternehmen ursprünglich schon einen Tag früher, am Jahrestag von Waco und Oklahoma, hätte stattfinden sollen, was jedoch wegen fehlender Munition nicht möglich war.
Harris verwendete beim Massaker eine abgesägte Schrotflinte vom Typ Pumpgun und ein Gewehr. Klebold war mit einer halbautomatischen Maschinenpistole, einer Tec-9, und mit einer doppelläufigen abgesägten Schrotflinte bewaffnet. Die Waffen hatten sie sich von volljährigen Freunden besorgen lassen, nur die Munition hatten sie selbst gekauft. Einige dieser Freunde wurden nach der Bluttat zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.
Die Leichen von Eric Harris und Dylan Klebold wurden eingeäschert. Die Eltern der Täter hatten befürchtet, dass ihre Gräber Ziel von Schändungen sein würden. _________________ Wer früher stirbt, ist länger Tod!!! |
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